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Produktion
 
Brettschichtholz entsteht durch die Anwendung von zwei verschiedenen Techniken: Verleimung und Lamellierung. Die Kombination dieser Techniken führt zu besseren Leistungen in Bezug auf das Ausgangsmaterials. Dank der Lamellierung werden Ungleichmäßigkeiten des Rohmaterials beseitigt und fehlerhafte Teile ausgesondert. Die Verleimung schafft zwischen den Fasern der aneinander liegenden Bretter eine mechanische Verbindung, die soweit wie möglich der ursprünglichen ähnelt.

In der Produktionsphase werden folgende Arbeiten am ursprünglichen Holz vorgenommen: Auswahl des am besten geeigneten Materials, Vorbereitung der Brettlamellen, Keilzinkverbindung (Finger-Joint), Verleimung und Feinbearbeitung der Stücke. Alle Verarbeitungsphasen erfordern ein spezielles, gut ausgestattetes Produktionsambiente, das einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen muss: - Ordentlich und zweckmäßig eingerichtete Herstellungsbereiche - Klimatisierter Raum mit konstanten und angemessener Luftfeuchtigkeit und Temperatur zur Erhaltung und Bearbeitung der eingesetzten Rohmaterialien

Auswahl der Holzarten
Für die Auswahl der Holzarten sind einige grundlegenden Eigenschaften zu berücksichtigen:
- physikalisch-mechanische Materialeigenschaften
- Verhalten bei der Verleimung
- Haltbarkeit (in engem Zusammenhang mit dem jeweiligen Verwendungszweck)
- Verfügbarkeit
- Kosten
- Ästhetische Anforderungen Holzarten, die entsprechend dieser Eigenschaften am häufigsten in Europa eingesetzt werden, sind:

Fichte
abete rosso
(Fichtenholz ist leicht verfügbar, hat gute Eigenschaften und ist problemlos in der Verarbeitung. )
  Tanne
abete bianco
(Dieses Holz ist nicht so wertvoll wie Fichtenholz, weist ein unregelmäßiges Wachstum auf, wodurch die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigt werden.).
   
Lärche
larice
(Lärchenholz hat gute mechanische Eigenschaften und eine gute Haltbarkeit. Es wird vor allem bei Bauten eingesetzt, die starken Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Seine Optik ist besonders ansprechend)
Föhre
pino silvestre
facile lavorazione, facile reperibilità, poco utilizzato in edilizia


Verhältnis Holz und Feuchtigkeit
Feuchtigkeit ist einer der wichtigsten Parameter von Holz, denn sie beeinflusst sowohl alle physikalischen als auch alle mechanischen Eigenschaften. Es gibt folgende unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte:
- Normaler Feuchtigkeitsgehalt des Holzes: 12% bei einer Temperatur von 20°C und relativer Luftfeuchtigkeit von 65%
- Feuchtigkeitsgehalt im frischen Zustand: über 20%
- Feuchtigkeitsgehalt am Sättigungspunkt: etwa 30%
- Handelsüblicher Feuchtigkeitsgehalt: 15%, wird durch die natürliche Lagerung des Materials erreicht
- Einsatzfeuchte: darunter versteht man die Feuchtigkeit, mit der das zu tragenden Zwecken eingesetzte Holz bearbeitet werden sollte bis es im Gleichgewicht mit der Umwelt steht. Es gelten hierbei folgende Bezugswerte (mit einer Toleranz von 3%):
- Außenbereich: 15%
- Innenbereich, nicht beheizt: 12%
- Innenbereich, beheizt: 9%


Vorbereitung der Brettlamellen
Die zur Herstellung von Brettschichtholz verwendeten Bretter werden zuerst unter freiem Himmel natürlich getrocknet.


Danach werden sie einem künstlichen Trocknungsverfahren unterzogen, wodurch sie den Feuchtigkeitsgehalt zur Bearbeitung erreichen (9-12%). Durch dieses Verfahren wird zudem der Verleimungsprozess optimiert und eventuelle, im Material vorhandenen Parasiten und Mikroorganismen beseitigt.


Nach dem Trocknen in der entsprechenden Anlage werden die Bretter zur Stabilisierung 2-3 Tage lang in einem klimatisierten Raum gelagert. Es folgt das Prüfen der Größe, Qualität und des Feuchtigkeitsgehaltes.




Keilzinkverbindung: Finger-Joint
Die Keilzinkverbindung der Bretter erfolgt automatisch. Sie kann ihrerseits in 4 aufeinander folgende Vorgänge gegliedert werden.
1. Fräsen der Verbindungsstellen und Auftragen des Leims
2. Verleimen unter Druck
3. Hobeln und Sägen der Brettlamelle
4.
Anordnung im „Speicher“, wo die Lamellen unter kontrollierten Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen mindestens 8 Stunden lang lagern.

fresatura innesti lamelle
Fräsen der Verbindungsstellen
  polmone per umidita e temperatura controllate
"Speicher"



Verleimen und Herstellen der Träger
Maximal 48 Stunden nach dem Hobeln der Bretter, müssen diese verleimt werden, da sonst die Oxidation der Holzoberfläche die Haftung des Leims beeinträchtigt.
Das Verleimen erfolgt mit einer speziellen Leimmaschine. Dies ist der heikelste Vorgang im Herstellungsverfahren des Brettschichtholzes. Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen ständig überwacht und die Werte kontinuierlich aufgezeichnet werden. Aus diesem Grund muss in dem Raum, in dem dieser Vorgang stattfindet, eine konstante Temperatur von 20°C beibehalten werden.
Das Zusammenpressen der Brettlamellen erfolgt unter Druck mit Hilfe von Klemmen, wobei die Lamellen auf dem so genannten „Pressbett“ befestigt werden. Form und Maße des Pressbettes hängen von den Geometrie des fertigen Elements ab. Die Norm DIN 1052 regelt dieses Verfahren, indem sie den Spanndruck der Klemmen, die Presszeit und die Dimension der Lamellen für gebogene Balken definiert.
Das Pressverfahren der Balken dauert je nach Form, Leimart und Temperatur 6 bis 15 Stunden.

incollatrice a tendina   assemblaggio a pressione lamelle



Feinbearbeitung
piallatrice trave lamellareEine automatische Hobelmaschine beseitigt, nach der Verleimung alle Unebenheiten auf den beiden Seiten und reduziert das Element auf die endgültige Stärke.

Die Norm(DIN 1052) sieht ein Protokoll zum Ablauf der Verleimung und die Markierung der einzelnen Elemente entsprechend der Aufzeichnung im Produktionsbuch vor.

Nach dem Hobeln, werden die Balken von einer computergesteuerten Maschine bearbeitet, die alle für Montage und Zusammenbau notwendigen Arbeiten verrichtet.

Am Ende des Produktionszyklus werden die Balken mit dem vom Kunden ausgewählten Anstrich imprägniert und es folgt das Anbringen der Beschläge.