| Produktionszyklus |
| Holz als Baumaterial Seit jeher wurde Holz als Baumaterial eingesetzt. Ursprünglich wurde es verwendet, da es als Naturmaterial problemlos beschaffbar und „fertig zum Gebrauch“ war. Später spielten seine ästhetischen Eigenschaften eine ausschlaggebende Rolle. Heute werden in erster Linie die technologischen Eigenschaften geschätzt, durch die es im Vergleich zu anderen Baumaterialien ganz besonders wettbewerbsfähig ist. Zu den zahlreichen Vorteilen gehört sowohl aus statischer Sicht (es zählt zu den leichtesten Baumaterialien im Verhältnis zur Leistungen) als auch in Hinblick auf chemische Stoffe und Umwelteinflüsse die extreme Widerstandsfähigkeit. Holz ist außerdem ein äußerst kostengünstiges Material, bietet ausgezeichnete Leistungen in Bezug auf Wärme-, Elektro- und Schallisolierung, ist eine erneuerbare Ressource und zudem umweltverträglich und umweltfreundlich. Weiters ist es ein hygroskopisches Material, das in der Lage ist, Feuchtigkeit im Raum zu absorbieren. Chemische Eigenschaften Holz ist ein organisches Material und besteht aus etwa 50% Kohlenstoff, 42% Sauerstoff, 6% Wasserstoff, 1% Stickstoff und 1% sonstigen Elementen. Es ist ein anisotropes Material: Seine mechanischen Eigenschaften ändern sich je nach Faserrichtung (in Längsrichtung, radial und tangential). Die Festigkeit ist beispielsweise in Längsrichtung besonders hoch und in den anderen beiden Richtungen äußerst gering. Brettschichtholz: Technik Brettschichtholz wurde entwickelt, um die größenmäßige Einschränkung des Rohmaterials, d.h. der Baumstämme zu überwinden. Brettschichtholz entsteht durch das Verleimen von homogenen, entsprechend vorbereiteten Holzbrettern, den so genannten „Lamellen“. Die Bretter werden sowohl horizontal als auch vertikal verleimt. Bei der horizontalen Verleimung stehen die verleimten Flächen rechtwinklig zum größten Maß des Querschnitts. Bei der vertikalen Verleimung stehen die Flächen rechtwinklig zum geringsten Maß des Querschnitts. Durch diese unterschiedlichen Verleimungstechniken entstehen im Allgemeinen zwei verschiedene Produkte. Multilam – besser bekannt unter der Bezeichnung Brettschichtholz mit horizontaler Verleimung – sowie Duolam (Triolam, Quadrilam), mit vertikaler Verleimung. Die Technik der Verleimung von Brettlamellen ist auf eine Erfindung des Zimmermannes Otto Karl Friedrich Hetzer aus dem Jahr 1901 zurückzuführen. Hetzer ersetzte damals einfach Bügel und Bolzen durch einen Spezialleim auf Kaseinbasis. Aus der Anwendung dieser Technik entstand die heute bekannteste und am meisten angewandte Art von Lamellenholz: das Brettschichtholz. |



