Das Brettschichtholz, Neuerungen in der planerischen Gestaltung
Tagung vom 26. September 2003 in Brixen
"Das Brettschichtholz: Neuerungen in der planerischen Gestaltung:das war der Titel der Tagung, die am 26 September 2003 im Forum Brixen stattfand.
Organisiert wurde dieses Zusammentreffen von der Firma Holzbau, die marktführend in diesem Sektor ist.
Neben der Architekten- und Ingenieurkammer der Provinz Bozen wurden auch noch wichtige Personen aus dem Holzsektor eingeladen.
Folgende Vortragenden nahmen an der Tagung teil: Prof. Julius Natterer, Dozent an der technischen Universität Losanna und Mitglied
des Komitees der schwedischen Akademie der Wissenschaf, Prof. Maurizio Piazza, Dozent an der Universität in Trient, Arch. Ralf Dejaco und Ing. Oswald Grömminger, Projektant und Konstrukteur von der Acquarena in Brixen.
Die Themen
Prof.
Maurizio Piazza, Dozent an der Ingenieursfakultät der Universität Trient
ist einer der größten Forscher auf diesem Gebiet. Er behandelte
die
Veränderungen, die ein Projektant in Italien aufgrund der wechselnden Normen
im Holzsektor machen muss. NI.CO.LE (italienische Normen in der Verwendung von
Brettschichtholz) nimmt die gemeinsamen Richtlinien der Materie auf.
Diese Norm basiert aus der Euronorm Nr. 5 und konzentriert sich vor allem auf
die Berechnung von Strukturen und die Annäherung an Grenzlasten. Dem Vergleich
der Methode der zulässigen Spannung und der der Endberechnung, die mehr
verbreitet ist, wurde viel Aufmerksamkeit gewidmet.
Für die Projektanten war das Argument der Gefahrenklassen, welche die Anbringung
des Brettschichtholzes regeln, von besonderem Interesse.
„Die Sicherheit- sagte der Professor abschließend- fordert richtiges
Bauen und für richtiges Bauen braucht es Normen, aber auch wissen und Verantwortungsbewusstsein.“
Bericht Prof. Piazza
(Parte I - Zip 1,2 MB) -
(Parte I - 2,2 MB)
(Parte II - Zip 1 MB) -
(Parte II - 1,4 MB)
(Parte III - Zip 2,1 MB) -
(Parte III - 2,5 MB)
Darauf
präsentierte Architekt Ralf Dejaco das Projekt Acquarena in Brixen.
Eine Verbindung verschiedener Materialien, in welchem sich das Brettschichtholz
in
unersetzbarer Weise in ein Zentrum großer Modernität und außerordentlicher
visueller Wirkung eingliedert. Oberste Ziel war die Errichtung eines multifunktionalen
Zentrums mit Innovation und Funktionalität. Im Inneren der Acquarena befinden
sich zahlreiche Bereiche zum Entspannen. Es gibt große Hydromassagebecken,
Fitnesszonen, Bars und Restaurants. Eine ausgedehnte Beautyzone bietet Möglichkeiten
der Massage, Heu- und Schlammbäder und einen Saunabereich für über
225 Personen, wo man in einer finnischen Sauna, in einem Becken mit Salzwasser,
in Kräuterbädern oder in türkischen Saunen entspannen kann.
Vortrag von Arch. Dejaco
(Parte I - Zip 2,7 MB) -
(Parte I - 2,7 MB)
(Parte II - Zip 3,2 MB) -
(Parte II - 3,2 MB)
(Parte III - Zip 1,9 MB) -
(Parte III - 1,9 MB)
Ing.
Oswald Grömminger, Konstrukteur der Acquarena, zeigte die einzelnen Schritte
von der Projektphase bis zum fertigen Bauwerk auf.
Die Überdachungsstruktur ist das Ergebnis einer intensiven Analyse der architektonischen,
funktionalen und statischen Erfordernissen. Die besondere Dachform einer „ellyptischen
Scheibe“ und die Hauptträger, welche unterschiedliche Raumlichten überspannen,
machen die Struktur einzigartig.
Die Überdachung hat eine elliptische Form von beachtlicher Größe:
die Hauptachse ist 78.1 m, die Nebenachse 58m lang.
Die Überdachung wird von zwei Körpern in Stahlbeton in Zylinder- und
Parabelform durchdrungen, zusammen mit einer Reihe von Stahl- und Betonstützen
ergeben Sie die Tragstruktur.
Sie wurde mit einer Gesamtlast von 4.70 KN/ m2“ berechnet und besteht aus
acht Fachwerksträgern mit gekrümmten Ober- und Untergurt.
Alle Fachwerkträger, außer die drei mittleren mit der größten
Abmessung, wurden vormontiert.
Vortrag Ing. Grömminger
(Parte I - Zip 2,4 MB) -
(Parte I - 2,5 MB)
(Parte II - Zip 2,1 MB) -
(Parte II - 2,1 MB)
(Parte III - Zip 1,4 MB) -
(Parte III - 1,5 MB)
Prof.
Natterer sprach über die Potenziale der Holzbauwerke im Baustoffsektor.
Er zeigte auf, dass der Weg der Forschung und des technologischen und angewandten
Fortschritts des Holzes im Baustoffsektor noch lang nicht beendet ist.
„
Obwohl es das älteste Material ist, das vom Menschen zum Bauen verwendet
wurde- erklärt der Professor – sind die Vorteile in der Verwendung
im Bausektor noch wenig bekannt. Holz kann ein Ökosystem in das Innere eines
Bauwerks bringen. Viele öffentliche Stellen behindern die Verbreitung dieses
Materials, aber wir tragen zur Rückkehr der Holzkonstruktionen bei, nicht
in der traditionellen Bauweise von kleinen Berghütten sondern in Zukunftsbauten
von avantgardistischen Struktur.“
Es ist nicht selbstverständlich- fasste der Professor zusammen- dass die
Entwicklung des Holzes im Baustoffsektor in Europa, im Gegensatz zu anderen Materialien,
jährlich um 10% wächst.“
Vortrag Prof. Natterer
Italiano -
Deutsch -
(Zip 300 K) -
(300 K)



